Spielzeug aus China

Deutsche regen sich gern über Spielzeug aus China auf: alles Plastik, billig verarbeitet, geht schnell kaputt… und ist teilweise mit giftigen Zutaten hergestellt worden. Was vielen gar nicht klar ist: Das ist nicht einfach Exportware, sondern die Kinder in China spielen mit genau denselben Sachen: z.B. mit Fahrrädern aus Vollplastik, die wackeln und eiern und Klingel haben, die schon beim zweiten Benutzen kaputtgeht. Sind chinesische Kinder deshalb unglücklicher? Keineswegs. Schauen Sie sich Kinder beim Spielen doch mal an: Ein Stöckchen wird zu einer Pistole, eine leere Dose zum Funkgerät – und ein Plastikfahrrad wird zur Tour de France Rennmaschine. Kindern ist es aber sowas von egal, ob hier was wackelt, quietscht oder eiert.

 

Und  zum Glück hat jetzt auch die chinesische Regierung beschlossen, giftige Farbstoffe und Bestandteile aus Kinderspielzeug rauszuhalten. Es wurden dafür neue Standards definiert. Die neuen Sicherheitsstandards gelten für alle Spielzeuge, die für Kinder unter 14 Jahren bestimmt sind. Unter anderem geht es um strengere Vorschriften für die Verwendung von Diethylhexylphthalat (DEHP), einem Weichmacher für Kunststoffe, sowie neue Entflammbarkeits- und Lärmgrenzen.

 

Lärmgrenzen? Ja, chinesische Kinder lieben den Krach. Jedes Plastikauto hat ein Batteriefach und kann ohrenbetäubenden Lärm entfesseln. 

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