Tief im Osten…. wo die Sonne verstaubt

So würde Herbert Grönemeyer heute singen, wenn es nicht um seine Heimatstadt Bochum, sondern um mein Heimatland China ginge. Der Smog und die Luftverschmutzung sind teilweise kaum noch auszuhalten. Die Atemmaske gehört mittlerweile neben dem Handy zur Grundausstattung jedes Großstädters. Sieben der zehn am schlimmsten verschmutzten Städte Chinas liegen im Ballungsgebiet Peking-Tianjin-Hebei, also im nördlichen China.  Industrieanlagen schleudern Feinstaub und Ruß in die Luft, besondere Wetterbedingungen tun das ihre: Oft wölbt sich ein Hochdruckgebiet über einer Tiefdruckzone auf, die schlechte Luft ist gefangen – und mit ihr Millionen von Menschen.

 

Herbert Grönemeyer würde es vielleicht lieben, denn das weckt Erinnerungen an das Ruhrgebiet der 60er Jahre, wo man kein weißes Hemd zum Trocknen raushängen konnte, ohne es später grau wieder reinzuholen. Aber ich hasse es! Hier besteht dringender Handlungsbedarf für alle Beteiligten. Schaltet die Dreckschleudern ab, verlangsamt von mir aus das Wachstum von 8 auf 6,5 Prozent. Hauptsache, ihr tut irgendwas! Was soll uns denn der wirtschaftliche Aufschwung bringen, wenn das Leben keinen Spaß mehr macht?

 

Ich finde, das Ruhrgebiet ist das beste Vorbild – immerhin habe ich während meines Studiums einige Jahre selbst in Bochum gewohnt. Es ist heute „eine grüne Oase zwischen Kohle und Stahl“, genau wie Wolfgang Petry es besungen hat.. . Warum sollten Peking-Tianjin-Hebei das nicht hinkriegen? 

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