Vorbild Pudong

Kennt ihr Pudong? Stellt euch Schanghai vor, dann seht ihr Pudong. Ein ganzer Stadtteil ist hier in knapp 20 Jahren aus dem Boden gestampft worden – und das meine ich wörtlich! Vorher gab es dort nur Schwemmland vom Huangpu Fluss und Bauern zogen geduldig ihre Rinder über die Äcker. Heute reiht sich ein Wolkenkratzerwahrzeichen an das andere.

 

Nach diesem Vorbild will die Shanghaier Zendai-Gruppe, ein Tochterunternehmen der Hongkonger Zendai Property Ltd.,  in Südafrika hoch hinaus.  In Johannesburg  soll für mehrere Milliarden ein ganzer Stadtteil mit Wolkenkratzern entstehen. In die Immobilienprojekte sollen umgerechnet etwa 5.5 Mrd. Euro investiert werden. Eine Riesensumme für ein Riesenprojekt. Es sollen Bürotürme entstehen, aber auch eine Uni, ein Museum, Schulen und Tausende von Wohnungen. 300.000 Menschen sollen einmal dort wohnen und arbeiten. Start war 2014, Bauzeit: 20 Jahre.

 

Man kann nur spekulieren, wie die Welt im Jahre 2034 aussehen wird. Aber eins ist klar: Afrika wird dann moderner sein und international (endlich) eine größere Rolle spielen. Und China hat dabei geholfen, das gefällt mir. In Deutschland stellt man sich Afrika immer als einen malariaverseuchten Kontinent mit hungernden Kindern vor. China dagegen sieht in Afrika einen aufstrebenden Wirtschaftspartner, der vor einer ähnlichen Entwicklung steht wie China selbst.

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